Keine Leistung ohne Diagnostik


Bereits als Kind träumte ich davon, einmal bei Olympia zu starten. Dabei war es noch gar nicht raus, ob ich mich fürs Laufen entscheiden, oder doch meiner zweite sportliche Leidenschaft, dem Fussballspielen, folgen sollte.
 
Man könnte durchaus sagen, ich bin auf dem Sportplatz geboren. Für meine Familie war Sport der Mittelpunkt des Familienlebens. Mein Vater war Diplom-Sportlehrer an der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig. Er liebte seinen Beruf und war einfach glücklich, sein Hobby zum Beruf machen zu können. Klar, dass er seine Kinder im Sport förderte, wo er nur konnte.
 
Mit sechs Jahren war ich bereits ein ganz passabler Fußball-Spieler und Leichtathlet. Sogar ein Probetraining bei einem Proficlub war damals im Gespräch. Als dann die ersten Erfolge im Laufen kamen, musste ich mich entscheiden. Das tat ich und wurde mit 16 dann zum ersten Mal Deutscher Meister im Crosslauf. Dies war gleichzeitig das Aus meiner Fußballkarriere.
 
Was macht man als junger Mensch aus seinem Leben? Für jeden Teenager ist dies wohl eine der schwierigsten Entscheidungen, die man treffen kann. Es gibt so viele Möglichkeiten, man kann sich alles vorstellen. Am Ende half mir bei meiner Entscheidung Dieter Baumann. Er holte1992 über 5.000 m olympisches Gold. Ich war damals tief beeindruckt von der Leistung dieses Mannes. Das war es, was ich wollte. Mit dem Abi in der Tasche, setzte ich alles auf eine Karte und trainierte wie besessen für mein großes Ziel.
 
Dann ging alles recht schnell. Im Winter 1998 wurde ich Halleneuropameister über 800 m in Valencia; im Sommer darauf Europameister in Budapest und Weltcupsieger in Johannesburg. Trotzdem wurde ich bei den olympischen Spielen in Sydney nicht als Top-Favorit gehandelt. Vielleicht war das auch gut so: Ich wollte unbedingt in den Endlauf und fühlte mich auf dem Weg dorthin einfach nur stark und frei von jeglichen Erwartungen. Im 800m-Finale genoss ich jede Sekunde des Laufs und war überglücklich am Ende ans Ziel meiner Träume zu gelangen. Es war der Lauf meines Lebens.
 
Der Weg dorthin war durch hartes, Jahre langes Training geprägt. Ich trainierte jede Woche 10-12 Einheiten und lief jede Woche ca. 80 km. Es waren auch Spitzenwochen mit bis zu 160km möglich.
Das ging nicht ohne Leistungsdiagnostik. Drei bis vier mal im Jahr ließ ich meine Gesundheit und meine Leistungsfähigkeit am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft Leipzig checken. Spiroergometrie gehörte immer dazu, vor allen Dingen bei den wichtigen Ausbelastungstests. Gerade nach wichtigen Trainingsblöcken galt es, den Trainingserfolg zu messen und das Training der folgenden Abschnitte planen zu können. Auch konnten meine Trainer und ich damit Wettkampfprognosen machen. Der heilige Wert war dabei immer VL3.
 
Heute hat sich die Leistungsdiagnostik unglaublich weiterentwickelt. Mit dem mobilen Spiroergometer kann man unter noch realeren Wettkampfbedingungen testen. Wer im Leistungssport erfolgreich sein will, wird mit den Systemen von CORTEX seinem Ziel ein großes Stück näher kommen.
 
Ihr Nils Schumann



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